Microsoft Certified: Azure Administrator Associate (AZ-104) prüft den Betrieb: Identitäten und Berechtigungen vergeben, Speicher und virtuelle Maschinen bereitstellen, Netze verbinden, überwachen und sichern. Es geht nicht um Definitionen, sondern um die richtige Handlung in einem Szenario.
Sitzungszeit etwas länger
Microsoft nennt keine feste Zahl
von 1000 Punkten, skaliert
kostenlose Verlängerung online auf Microsoft Learn
Stand: September 2026, laut Microsoft Learn. Deutsch ist als Prüfungssprache verfügbar; Aktualisierungen erscheinen zuerst auf Englisch und etwa acht Wochen später in den Übersetzungen.
Ein Mandant (Tenant) ist eine Instanz von Microsoft Entra ID: das Verzeichnis mit Benutzern, Gruppen, Geräten und Anwendungen. Gefragt wird nicht das Anlegen, sondern der Lebenszyklus.
| Unterscheidung | Was gilt |
|---|---|
| Sicherheitsgruppe | Zugriff, Rollen- und Lizenzzuweisung; Benutzer, Geräte, Dienstprinzipale, Gruppen |
| Microsoft 365-Gruppe | Zusammenarbeit mit Postfach, Team und Website; nur Benutzer, keine Geräte |
| Zugewiesene Mitgliedschaft | Liste von Hand oder per Skript gepflegt |
| Dynamische Benutzermitgliedschaft | Regel über Attribute wie department oder employeeType; Entra ID nimmt laufend auf und entfernt |
| Dynamische Gerätemitgliedschaft | Regel über Geräteattribute; nur in Sicherheitsgruppen |
Eine Gruppe ist entweder zugewiesen oder dynamisch; beim Umstellen wird die Mitgliederliste verworfen. Die gruppenbasierte Lizenzzuweisung hängt an derselben Gruppe: dynamische Regel plus Lizenz ergibt Zuweisung beim Eintritt und Entzug beim Austritt. Verteilergruppen und administrative Einheiten sind keine zulässigen Lizenzziele.
| Edition | Prüfungsrelevante Grenze |
|---|---|
| Entra ID Free | Benutzer und Gruppen, zugewiesene Mitgliedschaft, Kennworthashsynchronisierung, Kennwortzurücksetzung nur für reine Cloudkonten |
| Entra ID P1 | dynamische Gruppen, gruppenbasierte Lizenzzuweisung, administrative Einheiten, bedingter Zugriff, Kennwortrückschreiben |
| Entra ID P2 | zusätzlich Privileged Identity Management und Identity Protection |
Gefragt ist das Minimum — dynamische Gruppen und gruppenbasierte Lizenzen deckt schon P1 ab. Administrative Einheiten begrenzen den Wirkungsbereich einer Entra-Rolle auf einen Ausschnitt des Verzeichnisses: Ein regionales Helpdesk bekommt Helpdeskadministrator innerhalb der Einheit seines Standorts, mandantenweit gälte die Rolle für alle Benutzer.
Die Self-Service-Kennwortzurücksetzung (SSPR) kennt drei Einstellungen: Keine, Ausgewählt (genau eine Sicherheitsgruppe, der übliche Pilot) und Alle. Bedingter Zugriff steuert Anmeldebedingungen und kann SSPR nicht gruppenweise abschalten; für Administratoren ist sie immer aktiv und verlangt zwei Methoden.
Entra Connect Sync ist der klassische Server-Agent, Entra Cloud Sync der leichtgewichtige Nachfolger mit kleinen Agenten je Gesamtstruktur. Cloud Sync verbindet auch getrennte Gesamtstrukturen, synchronisiert aber keine Geräteobjekte — hybrid join, Passthrough und Verbund bleiben Sache von Connect.
| Anmeldemethode | Wo wird geprüft | Typischer Grund |
|---|---|---|
| Kennworthashsynchronisierung (PHS) | in der Cloud gegen den synchronisierten Hash | Standard: einfachste Einrichtung, unabhängig von der Leitung nach lokal |
| Passthrough-Authentifizierung (PTA) | durch Agenten gegen das lokale AD | Kennwörter sollen die Cloud nicht erreichen; Agenten redundant auslegen |
| Verbund (AD FS) | auf dem lokalen Verbundserver | Sonderfälle wie Smartcards oder fremde MFA; höchster Betriebsaufwand |
Nahtloses einmaliges Anmelden ergänzt PHS und PTA, ist aber keine Anmeldemethode. Nur das Kennwortrückschreiben bringt ein in der Cloud geändertes Kennwort zurück ins lokale AD — PTA prüft dort zwar, schreibt aber nichts zurück.
Ein Mandant kann vielen Abonnements zugeordnet sein, ein Abonnement gehört zu genau einem Mandanten. Das Abonnement ist Abrechnungsgrenze und Ebene der Kontingente — getrennte Rechnungen und eigene Limits je Abteilung bedeuten getrennte Abonnements, nicht Ressourcengruppen oder Tags.
Zwei getrennte Systeme: Entra-Rollen verwalten Verzeichnisobjekte, Azure-RBAC-Rollen verwalten Ressourcen. Ein Globaler Administrator hat ohne eigene Azure-Rollenzuweisung keinen Zugriff auf virtuelle Maschinen — die Lösung ist Mitwirkender im Abonnement, keine weitere Entra-Rolle.
| Integrierte Rolle | Darf | Darf nicht |
|---|---|---|
| Besitzer | alles, einschließlich Zugriff verwalten | — |
| Mitwirkender | Ressourcen erstellen, ändern, löschen | Rollenzuweisungen vergeben |
| Leser | alles ansehen | ändern, Supportanfragen erstellen |
| Benutzerzugriffsadministrator | Rollenzuweisungen schreiben und löschen | Ressourcen ändern |
| Mitwirkender für Supportanfragen | Supporttickets erstellen und verwalten | Ressourcen lesen oder ändern |
Zuweisungen gelten auf Verwaltungsgruppe, Abonnement, Ressourcengruppe oder Ressource, werden nach unten vererbt und sind additiv: Leser im Abonnement plus Mitwirkender in einer Ressourcengruppe ergibt dort Schreibrechte — die höhere Ebene hat keinen Vorrang. Nur eine Verweigerungszuweisung (Deny assignment) nimmt Rechte weg; sie entsteht durch Azure selbst, etwa bei verwalteten Anwendungen, und schlägt jede Rollenzuweisung.
Benutzerdefinierte Rollen sind nötig, sobald keine integrierte passt — integrierte lassen sich nicht bearbeiten. Die Definition braucht die Vorgänge in Actions (etwa Microsoft.Compute/virtualMachines/restart/action) und mindestens einen Eintrag in AssignableScopes, der festlegt, wo sie zuweisbar ist. DataActions betreffen die Daten innerhalb einer Ressource: Deshalb reicht Leser nicht zum Lesen von Blobs, dafür braucht es Storage Blob Data Reader.
Azure Policy bewertet Ressourcen gegen Regeln und vergibt keine Berechtigungen. Der Effekt entscheidet über die richtige Antwort:
| Effekt | Wirkung |
|---|---|
| audit | protokolliert Verstöße, lässt alles zu |
| deny | blockiert neue und geänderte Ressourcen; Bestehendes läuft weiter, gilt aber als nicht konform |
| append / modify | ergänzt oder ändert Felder, etwa ein fehlendes Tag aus der Ressourcengruppe |
| deployIfNotExists | stellt fehlende Konfiguration bereit, etwa Diagnoseeinstellungen |
| disabled | schaltet die Regel ab, ohne die Zuweisung zu entfernen |
Ressourcensperren wirken unabhängig von Rollen, auch für Besitzer: CanNotDelete erlaubt Ändern und verbietet Löschen, ReadOnly verbietet beides. Sie werden nach unten vererbt, bei mehreren gilt die restriktivste, und verwalten dürfen sie nur Besitzer und Benutzerzugriffsadministrator. Eine Sperre ist die häufigste Ursache, wenn das Verschieben einer Ressource trotz Besitzerrechten scheitert; sie gilt nur innerhalb von Azure Resource Manager, nie für Verzeichnisobjekte.
Tags werden nicht von Ressourcengruppe oder Abonnement vererbt — wer Vererbung will, nimmt eine Richtlinie mit dem Effekt modify. Ein Tagname ist je Ressource eindeutig, Tags überleben das Verschieben, und die Kostenanalyse gruppiert nach Tag erst ab dem Zeitpunkt der Vergabe.
Verwaltungswege: Portal, Azure Cloud Shell mit Azure CLI oder Azure PowerShell, dazu ARM-Vorlagen (JSON) und Bicep, das nach ARM übersetzt wird. Beide sind deklarativ und idempotent; Modus Inkrementell ist Standard, Vollständig löscht Ressourcen der Gruppe, die nicht in der Vorlage stehen. Alles läuft über den Azure Resource Manager — Rollen, Richtlinien und Sperren greifen unabhängig vom Werkzeug.
Stand September 2026: Azure AD heißt durchgängig Microsoft Entra ID. Azure Blueprints läuft aus; Governance-Pakete entstehen über Initiativen, Vorlagenspezifikationen und Bereitstellungsstapel. Die Liste der integrierten Azure-Rollen wächst laufend, Prüfungsfragen bleiben bei den klassischen vier.
Kontotyp, Leistungsstufe und Region stehen beim Erstellen fest — ein Wechsel von Standard auf Premium bedeutet neues Konto und Datenmigration.
| Kontotyp | Leistung | Wofür |
|---|---|---|
| Universalkonto v2 | Standard (HDD) | der Normalfall: Blobs, Dateien, Warteschlangen, Tabellen; nur hier gibt es Zugriffsebenen |
| BlockBlobStorage | Premium (SSD) | viele kleine Transaktionen, durchgängig niedrige Latenz; nur Blockblobs |
| FileStorage | Premium (SSD) | Premium-Dateifreigaben, einzige Option für NFS 4.1 |
| Universalkonto v1, BlobStorage | Standard | Altbestand; v1 lässt sich auf v2 aktualisieren |
| Redundanz | Kopien | Übersteht | Sekundär lesbar |
|---|---|---|---|
| LRS | 3 in einem Rechenzentrum | Server- und Datenträgerausfall | nein |
| ZRS | 3 Verfügbarkeitszonen, synchron | Ausfall eines Rechenzentrums, Daten bleiben in der Region | nein |
| GRS | LRS plus asynchrone Kopie in der gekoppelten Region | Regionsausfall | erst nach Failover |
| RA-GRS | wie GRS | Regionsausfall | ja, Endpunkt mit Zusatz -secondary |
| GZRS | ZRS primär, LRS in der gekoppelten Region | Zonen- und Regionsausfall | erst nach Failover |
| RA-GZRS | wie GZRS | Zonen- und Regionsausfall | ja |
Die Redundanz ist im Betrieb umstellbar: LRS auf GRS oder RA-GRS ist eine Einstellung am Konto, Endpunkte und Schlüssel bleiben unverändert; ein Wechsel der Zonenart (LRS ↔ ZRS, GRS ↔ GZRS) läuft als Konvertierung. Kontofailover: Die sekundäre Region wird zur neuen primären; da die Georeplikation asynchron arbeitet, gehen Schreibvorgänge nach der zuletzt gemeldeten Synchronisierungszeit verloren. Endpunktnamen und Schlüssel bleiben gleich, das Konto ist danach lokal redundant, die Georedundanz muss neu eingerichtet werden.
| Zugriffsebene | Mindestdauer | Eigenschaft |
|---|---|---|
| Hot | keine | online; höchste Speicher-, niedrigste Zugriffskosten |
| Cool | 30 Tage | online |
| Cold | 90 Tage | online, günstiger als Cool, teurere Zugriffe |
| Archive | 180 Tage | offline — erst nach Rehydrierung lesbar |
Vorzeitiges Löschen oder Umstufen kostet eine Gebühr für die Restzeit. Hot, Cool und Cold sind auch Standardebene des Kontos, Archive nur je Blob. Rehydrierung geht auf zwei Wegen: die Zugriffsebene auf eine Onlinestufe ändern, oder das Blob in ein neues Blob einer Onlinestufe kopieren — das Original bleibt archiviert. Priorität Standard braucht bis zu rund 15 Stunden, Priorität Hoch unter einer Stunde; ein Direktdownload aus dem Archiv geht nicht.
Die Lebenszyklusverwaltung erledigt Umstufen und Löschen ohne eigenen Code: Filter auf Container, Präfix oder Blobindex-Tag, Bedingungen wie „seit N Tagen nicht geändert“, „seit Erstellung“ oder „seit letztem Zugriff“ (dafür Zugriffszeitverfolgung aktivieren), Aktionen für Stufenwechsel und Löschung, auch für Momentaufnahmen und frühere Versionen. Die Regeln laufen einmal täglich; ein Automation-Runbook ist hier nie die aufwandsärmere Antwort. Statisches Websitehosting ist eine Kontofunktion: Einschalten legt den Container $web an und liefert ihn über einen eigenen Webendpunkt mit Indexdokument und Fehlerseite aus — ein anonym lesbarer Container kann das nicht.
| Funktion | Schützt wovor |
|---|---|
| Vorläufiges Löschen für Blobs | versehentlich gelöschte oder überschriebene einzelne Blobs, 1–365 Tage |
| Vorläufiges Löschen für Container | gelöschter Container wird samt Inhalt wiederherstellbar — Blob-Soft-Delete allein reicht dafür nicht |
| Blob-Versionierung | jede Änderung erzeugt automatisch eine frühere Version; Voraussetzung der Objektreplikation |
| Momentaufnahme | manuell erzeugter, schreibgeschützter Stand eines einzelnen Blobs |
| Unveränderlicher Speicher | zeitbasierte Aufbewahrungsrichtlinie oder rechtliche Aufbewahrungspflicht auf Container- oder Versionsebene |
Beim unveränderlichen Speicher gilt WORM: Ist eine zeitbasierte Richtlinie gesperrt und die Frist nicht abgelaufen, kann niemand — auch kein Kontobesitzer — die Blobs überschreiben oder löschen; die Frist lässt sich nur verlängern, im Entwurfszustand ist sie frei änderbar und damit kein Nachweis. Eine Ressourcensperre wirkt dagegen nur auf der Steuerungsebene und verhindert keine Datenänderung über den Blobdienst. Objektreplikation kopiert neu geschriebene Blockblobs asynchron in einen Container eines anderen Kontos — freie Zielregion, jederzeit lesbar; sie setzt Versionierung in beiden Konten und den Änderungsfeed im Quellkonto voraus und nimmt bestehende Blobs nicht mit.
Verschlüsselung ruhender Daten (SSE, 256-Bit AES) ist immer aktiv und nicht abschaltbar; standardmäßig verwaltet Microsoft den Schlüssel. Bei kundenseitig verwalteten Schlüsseln liegt er in Key Vault oder Managed HSM — dafür braucht das Konto eine verwaltete Identität mit Zugriff auf den Schlüssel, und im Tresor müssen vorläufiges Löschen und Bereinigungsschutz aktiv sein, eine gemeinsame Ressourcengruppe dagegen nicht. Die Infrastrukturverschlüsselung legt eine zweite Schicht darunter, nur beim Erstellen des Kontos aktivierbar.
Ein Speicherkonto hat zwei gleichwertige Zugriffsschlüssel, die vollen Zugriff auf alle Daten gewähren. Für den Austausch ohne Ausfall werden die Anwendungen erst auf den zweiten Schlüssel umgestellt und danach der erste neu generiert — nie umgekehrt.
| Signaturart | Signiert mit | Reichweite |
|---|---|---|
| Dienst-SAS | Kontoschlüssel | genau ein Dienst, einzelne Ressource wie Container, Blob oder Freigabe |
| Konto-SAS | Kontoschlüssel | mehrere Dienste und Vorgänge auf Kontoebene, etwa Container auflisten oder erstellen |
| Benutzerdelegierungs-SAS | Schlüssel aus Microsoft Entra ID | nur Blob und Data Lake, ohne Kontoschlüssel, Gültigkeit höchstens 7 Tage |
Widerruf ist eigenes Prüfungsthema: Sonst läuft ein Token erst mit seiner Ablaufzeit aus. Sofort ungültig wird es, wenn der signierende Kontoschlüssel neu generiert wird (das trifft alle damit ausgestellten Token), wenn der Entra-Delegierungsschlüssel widerrufen wird, oder wenn das Token an eine gespeicherte Zugriffsrichtlinie des Containers gebunden ist und diese geändert oder gelöscht wird. Nur sie erlaubt es, Berechtigungen und Ablauf verteilter Token nachträglich zu ändern; je Container sind bis zu fünf möglich.
Datenrollen: Verwaltungsrollen wie Owner, Contributor oder Storage Account Contributor verwalten das Konto, erteilen aber keinen Datenzugriff über Entra ID — wohl aber das Auslesen der Kontoschlüssel. Daten brauchen Storage Blob Data Reader / Contributor / Owner, Storage Queue Data Contributor oder Storage File Data SMB Share Reader / Contributor / Elevated Contributor. Soll nur noch Entra ID gelten, wird zusätzlich die Shared-Key-Autorisierung deaktiviert — damit sind Kontoschlüssel und alle damit signierten SAS-Token wirkungslos. Anonymer Zugriff hat zwei Schalter: die Kontoeigenschaft „anonymen Blobzugriff zulassen“ und je Container die Ebene Privat, Blob oder Container.
Stand September 2026: Bei neu erstellten Speicherkonten ist der anonyme Blobzugriff standardmäßig unterbunden — ein öffentlich lesbarer Container erfordert zwei bewusste Schritte.
Der öffentliche Netzwerkzugriff steht auf „alle Netzwerke“, „ausgewählte Netzwerke“ oder „deaktiviert“; bei ausgewählten Netzwerken filtert die Firewall nach IP-Bereichen und Subnetzregeln.
| Mechanismus | Was er tut | Wann er die Antwort ist |
|---|---|---|
| Dienstendpunkt | leitet Verkehr eines Subnetzes über das Azure-Backbone und übermittelt die Subnetzidentität an die Netzwerkregel; das Konto behält seine öffentliche Adresse | VMs in Azure sollen zugreifen, ohne zusätzliche Ressourcen und ohne DNS-Änderung |
| Privater Endpunkt | Netzwerkschnittstelle mit privater IP-Adresse im VNet plus private DNS-Zone; je Unterressource (blob, file, queue, table, web) einer | Zugriff über eine private Adresse, auch aus dem lokalen Netz über VPN oder ExpressRoute; öffentlicher Zugriff wird abgeschaltet |
| Ausnahme für vertrauenswürdige Azure-Dienste | lässt Plattformdienste wie Azure Monitor, Backup oder Event Grid durch, blockiert alle übrigen Netzwerke weiter | ein Azure-Dienst kann nach dem Sperren nicht mehr schreiben, die Sperre soll bleiben |
Azure File Sync macht einen Windows-Server zum Zwischenspeicher einer Azure-Dateifreigabe:
| Werkzeug | Wann |
|---|---|
| AzCopy | Kommandozeile für Massenkopien; azcopy copy überträgt unabhängig vom Zustand des Ziels, azcopy sync vergleicht beide Seiten und überträgt nur Unterschiede — mit der Option zum Löschen am Ziel auch das, was in der Quelle fehlt |
| Azure Storage Explorer | grafische Oberfläche für Einzelzugriffe und Tests; im Portal auch als eingebaute Ansicht |
| Azure Import/Export | eigene Datenträger ins Rechenzentrum versenden |
| Azure Data Box | von Microsoft gestelltes Gerät: Data Box Disk für einige TB, Data Box für Dutzende TB, Data Box Heavy für den Petabytebereich — unabhängig von der Internetbandbreite |
AzCopy autorisiert über ein Entra-Token — azcopy login für einen Benutzer oder eine verwaltete Identität mit Datenrolle — oder über ein SAS-Token an der Ziel-URL; ein Kontoschlüssel lässt sich nicht direkt übergeben.
Die Größe bestimmt CPU, Arbeitsspeicher, Anzahl der Datenträger und Netzwerkkarten. Die Familien: B burstfähig (Test und Entwicklung), D Allzweck, E und M arbeitsspeicheroptimiert (Datenbanken), F computeoptimiert, L speicheroptimiert mit lokalen NVMe-Datenträgern, N mit GPU, H für HPC.
Größe ändern: Liegt die Zielgröße in derselben Hardwarefamilie des aktuellen Clusters, genügt ein Neustart; sonst muss die Zuordnung aufgehoben werden, erst dann erscheint die Größe in der Liste. Datenträger und private IP-Adresse bleiben erhalten.
| Zustand | Wie erreicht | Abrechnung |
|---|---|---|
| Beendet (Stopped) | Herunterfahren im Gastbetriebssystem | Compute läuft weiter — die VM bleibt dem Host zugeordnet |
| Beendet (Zuordnung aufgehoben) | „Beenden“ über Portal, CLI oder PowerShell | kein Compute; Datenträger, statische IP und Sicherungen laufen weiter |
Preismodelle: nutzungsbasiert als Standard, Reservierungen über ein oder drei Jahre nur bei dauerhaftem Betrieb. Azure-Spot-VMs nutzen freie Kapazität sehr günstig, haben kein SLA und werden jederzeit entfernt — mit einer Entfernungsrichtlinie, die die Zuordnung aufhebt oder die VM löscht. Das ist die Antwort für unterbrechbare Batchlasten ohne Termindruck.
| Konstrukt | Schützt vor | Details |
|---|---|---|
| Verfügbarkeitsgruppe (Availability Set) | Rack- und Updateausfällen in einem Rechenzentrum | bis zu 3 Fehlerdomänen (getrennte Racks mit eigener Strom- und Netzversorgung), bis zu 20 Updatedomänen (getrennte Wartungsfenster) |
| Verfügbarkeitszone (Availability Zone) | Ausfall eines kompletten Rechenzentrums der Region | physisch getrennte Standorte, mindestens drei je zonenfähiger Region |
| Näherungsplatzierungsgruppe | nichts — erhöht die Verfügbarkeit nicht | legt VMs physisch nah zusammen, für niedrigste Latenz zwischen App- und Datenbankschicht |
Daraus folgen die SLA-Stufen: eine einzelne VM erreicht 99,9 % nur mit Premium SSD oder Ultra für alle Datenträger, eine Verfügbarkeitsgruppe mit zwei Instanzen 99,95 %, zwei Instanzen über zwei Zonen 99,99 %.
Jede VM hat einen Betriebssystemdatenträger, optional Datenträger für Anwendungsdaten und meist einen temporären Datenträger (D: bzw. /dev/sdb). Der temporäre liegt lokal am Host, kostet nichts extra und verliert seinen Inhalt bei Größenwechsel und Aufheben der Zuordnung — dorthin gehören nur Auslagerungsdatei und Caches. Die Typen: Standard HDD für Archive, Standard SSD für geringe Last, Premium SSD für Produktion und als Voraussetzung des 99,9-%-SLA, Premium SSD v2 und Ultra mit getrennt einstellbaren IOPS und Durchsatz.
ARM-Vorlagen und Bicep beschreiben Infrastruktur deklarativ. az bicep build kompiliert Bicep nach ARM-JSON, az bicep decompile wandelt vorhandene JSON-Vorlagen in Bicep um — ein Ausgangspunkt, der nachgearbeitet wird.
VM-Erweiterungen führt der Azure-VM-Agent nach der Bereitstellung im Gastbetriebssystem aus. Die Custom Script Extension lädt ein Skript aus einem Speicherkonto oder von einer URL und führt es aus; in eine Vorlage aufgenommen, konfiguriert sie 50 VMs ohne manuellen Schritt. Benutzerdefinierte Daten und cloud-init wirken schon beim ersten Start und richten unter Linux Pakete, Benutzer und Dateien ein. Run Command führt Skripte über den VM-Agent aus, auch ohne Netzwerkverbindung zur VM — etwa nach einer falschen Firewallregel im Gastbetriebssystem; eine vorinstallierte Erweiterung ist dafür nicht nötig.
Eine Skalierungsgruppe betreibt viele identische VMs aus einem gemeinsamen Image. Die flexible Orchestrierung — heute die Vorgabe — verteilt einzeln adressierbare VMs über Fehlerdomänen oder Zonen, die einheitliche verwaltet die Instanzen als Block für sehr große zustandslose Lasten.
Der App Service-Plan ist die gemietete Hardware: Betriebssystem, Region, Instanzgröße, Instanzanzahl. Alle Apps eines Plans teilen sich dessen CPU und Arbeitsspeicher — eine App mit dauerhaft hoher Last stört alle anderen, und die Lösung ist ein eigener Plan, nicht ein weiterer Slot. Hochskalieren ändert den Tarif, Aufskalieren die Instanzanzahl.
| Tarif | Was dazukommt |
|---|---|
| Free / Shared | gemeinsame Infrastruktur mit CPU-Kontingenten, kein Always On, keine Slots |
| Basic | eigene Instanzen, benutzerdefinierte Domänen mit TLS, Always On, manuelle Skalierung |
| Standard | Autoskalierung, 5 Bereitstellungsslots, geplante Sicherung inklusive verknüpfter Datenbank |
| Premium v3 | mehr Leistung, bis 20 Slots, private Endpunkte |
| Isolated v2 | App Service Environment im eigenen virtuellen Netzwerk |
| Dienst | Richtige Wahl, wenn … |
|---|---|
| Azure Container Instances | eine Containergruppe kurz läuft und danach endet — Neustartrichtlinien Always, OnFailure, Never, Abrechnung nach Laufzeit, keine Orchestrierung |
| Azure Container Apps | ein Dienst automatisch skalieren soll, mit Regeln für HTTP-Anforderungen oder Warteschlangen und Skalierung bis auf null, ohne Knotenverwaltung |
| Azure Kubernetes Service | echtes Kubernetes gebraucht wird: eigene Operatoren, Netzwerkrichtlinien, vorhandene Manifeste |
Stand September 2026: Das Administratorkonto einer Container Registry gilt als Altlast und ist nie die sichere Antwort; verwaltete Identitäten mit Azure RBAC lösen es ab.
Ein virtuelles Netzwerk (VNet) gehört zu genau einer Region und einem Abonnement und besitzt einen oder mehrere Adressräume in privater Notation. Darin werden Subnetze geschnitten; ihre Präfixe dürfen sich nicht überschneiden und müssen vollständig in einem Adressraum des VNets liegen. Zwei VNets mit überlappenden Adressräumen lassen sich weder peeren noch per VPN verbinden.
Eine Netzwerksicherheitsgruppe (NSG) filtert nach Richtung, Quelle, Ziel, Protokoll und Port. Regeln haben eine Priorität von 100 bis 4096; ausgewertet wird aufsteigend, und die erste zutreffende Regel entscheidet — danach wird nicht weitergeprüft. Eine niedrigere Zahl bedeutet also höhere Priorität.
| Standardregel | Priorität | Wirkung |
|---|---|---|
| AllowVNetInBound / AllowVnetOutBound | 65000 | Verkehr innerhalb des VNets und über Peerings erlaubt |
| AllowAzureLoadBalancerInBound | 65001 | Integritätstests des Lastenausgleichs erlaubt |
| AllowInternetOutBound | 65001 | ausgehend ins Internet erlaubt |
| DenyAllInBound / DenyAllOutBound | 65500 | alles Übrige verworfen |
VNet-Peering verbindet zwei virtuelle Netzwerke direkt über das Microsoft-Backbone, ohne Gateway, ohne öffentliche Adressen und ohne laufende Verwaltung, auch über Regionsgrenzen hinweg (globales Peering) — bei „möglichst wenig verwalten“ fast immer die richtige Wahl gegenüber zwei VPN-Gateways. Zwei Eigenschaften sind Prüfungsstoff:
| Lösung | Wofür |
|---|---|
| VPN Gateway, Site-to-Site | Standortanbindung über das Internet, verschlüsselt; benötigt GatewaySubnet, öffentliche IP und ein lokales Netzwerkgateway — eine Azure-Ressource, die das lokale VPN-Gerät beschreibt, kein Server im Rechenzentrum |
| VPN Gateway, Point-to-Site | einzelne Clients ohne VPN-Gerät vor Ort, Authentifizierung über Azure-Zertifikate, Microsoft Entra ID oder RADIUS; Clientprofil wird verteilt |
| ExpressRoute | private Leitung über einen Anbieter, nicht über das Internet, vorhersagbare Latenz und SLA; privates Peering erreicht die VNets, Microsoft-Peering Dienste wie Microsoft 365 |
| Virtual WAN | verwaltete virtuelle Hubs mit transitivem Routing zwischen vielen Zweigstellen, VNets und Benutzern, zentral aus einer Ressource verwaltet — die Antwort bei vielen Standorten und Regionen |
VPN-Gateways gibt es in den SKUs VpnGw1 bis VpnGw5, jeweils auch als zonenredundante AZ-Variante; Durchsatz und Tunnelzahl steigen mit der SKU. Für Hochverfügbarkeit läuft das Gateway aktiv/aktiv mit zwei Instanzen, je eigener öffentlicher IP-Adresse und zwei Tunneln zum lokalen Gerät. Die Erstellung dauert typischerweise 20 bis 45 Minuten.
| Dienst | Ebene | Entscheidend |
|---|---|---|
| Azure Load Balancer | Schicht 4, regional | TCP/UDP, kennt keine URL; öffentlich oder intern mit privater Front-End-Adresse aus einem Subnetz |
| Application Gateway | Schicht 7, regional | HTTP/HTTPS, Pfad- und Hostregeln, TLS-Beendigung, Sitzungsaffinität, WAF |
| Azure Front Door | Schicht 7, global | Edge-Standorte, Zwischenspeicherung, TLS-Auslagerung und WAF nah am Benutzer; nur HTTP/HTTPS |
| Traffic Manager | DNS, global | protokollunabhängig, gibt nur Namen zurück; Routing nach Leistung, Priorität, Gewichtung, Geografie |
Der Load Balancer besteht aus Front-End-IP, Back-End-Pool, Integritätstest und Regeln. Eine Lastenausgleichsregel verteilt einen Port auf den ganzen Pool, eine Eingangs-NAT-Regel leitet einen Port auf eine Instanz — typisch RDP oder SSH. Ein HTTP-Test auf einen Statuspfad erkennt eine hängende Anwendung, die auf TCP-Ebene noch antwortet. Zonenredundanz verlangt beides: zonenredundantes Front-End und über Zonen verteilte Instanzen.
Verwechslungspaare: Pfadbasierte Verteilung auf mehrere Pools kann nur das Application Gateway über eine URL-Pfadzuordnung mit Standardpool — der Load Balancer sieht den Pfad nie. Schutz vor SQL-Injection und Cross-Site-Scripting leistet nur die Web Application Firewall: SKU WAF_v2 plus WAF-Richtlinie mit verwaltetem Regelsatz im Präventionsmodus, denn der Erkennungsmodus protokolliert nur. Zwischenspeichern und TLS am Edge kann Front Door, nicht Traffic Manager — der arbeitet auf DNS-Ebene und sieht den Datenverkehr nie. Umgekehrt ist Traffic Manager die einzige Wahl, wenn neben HTTPS auch Protokolle wie SMTP verteilt werden sollen.
Stand September 2026: Die SKU Basic für öffentliche IP-Adressen und für den Load Balancer ist zurückgezogen; Neubereitstellungen erfolgen mit Standard. Basic kennt weder Verfügbarkeitszonen noch zonenredundante Front-Ends und ist in Prüfungsfragen nie die richtige Antwort.
Stand September 2026: Der implizite ausgehende Internetzugang für neue virtuelle Computer ohne eigene öffentliche Adresse ist entfallen. Ausgehende Konnektivität wird ausdrücklich eingerichtet — bevorzugt über ein NAT Gateway, sonst über ausgehende Regeln eines Standard Load Balancers.
| Werkzeug in Network Watcher | Beantwortet |
|---|---|
| Effektive Sicherheitsregeln | Welche Regelliste gilt für diese Netzwerkschnittstelle tatsächlich? |
| IP-Flow-Überprüfung | Wird diese Verbindung zugelassen oder verweigert — und welche Regel entscheidet? Eingabe: Richtung, Protokoll, lokaler und Remoteport |
| Nächster Hop | Wohin wird ein Paket geroutet? Prüft Routen, keine Sicherheitsregeln |
| Verbindungsproblembehandlung | einmalige Momentaufnahme einer Verbindung samt Ursache |
| Verbindungsmonitor | dauerhafte Überwachung von Erreichbarkeit, Latenz und Sprüngen zwischen Quelle und Ziel, auch lokal — mit Warnungen in Azure Monitor |
| NSG-Flussprotokolle / Datenverkehrsanalyse | Welche Verbindungen gab es, von wo nach wo, zugelassen oder verworfen? Rückblick, keine Live-Regelprüfung |
| Paketerfassung | Inhalt der Pakete, wenn die Regel- und Routenprüfung nichts ergibt |
Azure Monitor ist nicht ein Dienst, sondern die Klammer um alles, was Azure an Betriebsdaten sammelt. Prüfungsentscheidend ist der Unterschied zwischen den beiden Datenarten, weil er festlegt, welche Art von Warnung überhaupt möglich ist.
| Metriken | Protokolle (Logs) | |
|---|---|---|
| Inhalt | numerische Zeitreihen, in festen Intervallen | Datensätze mit Text- und Zahlenfeldern, ereignisbezogen |
| Beispiel | Percentage CPU, Available Memory Bytes, Datenträger-IOPS | Windows-Ereignisprotokoll, Ressourcenprotokolle, Anwendungsmeldungen |
| Erfassung | Plattformmetriken automatisch, ohne Agent | Gastdaten über Agent, Plattformdaten über Diagnoseeinstellung |
| Ablage, Abfrage | Zeitreihendatenbank von Azure Monitor, Metrik-Explorer | Log Analytics-Arbeitsbereich, KQL |
| Aufbewahrung | Plattformmetriken 93 Tage | im Arbeitsbereich standardmäßig 30 Tage, einstellbar bis mehrere Jahre |
| Verzögerung | nahezu Echtzeit | erst Aufnahme in den Arbeitsbereich, dann Abfrage nach Zeitplan |
Azure kommt aus eigener Kraft nur bis zur Ressourcengrenze. Alles innerhalb des Gastbetriebssystems — Ereignisprotokolle, Syslog, Leistungsindikatoren, Textprotokolle einer Anwendung — braucht den Azure Monitor Agent. Was der Agent sammelt und wohin er es schickt, steht nicht im Agenten, sondern in einer Datensammlungsregel (Data Collection Rule, DCR): eine eigene Azure-Ressource mit Datenquelle, Filter und Ziel. Eine Regel lässt sich vielen VMs zuweisen, eine VM kann mehrere Regeln tragen.
Diagnoseeinstellungen sind der andere Weg und betreffen die Plattformseite: Sie leiten Ressourcenprotokolle und Plattformmetriken einer Ressource an bis zu drei Zielarten weiter und erreichen das Gastbetriebssystem nie.
| Ziel | Wofür |
|---|---|
| Log Analytics-Arbeitsbereich | interaktive Auswertung mit KQL, Grundlage für Protokollsuchwarnungen |
| Speicherkonto | günstiges Langzeitarchiv über Jahre; keine Abfragesprache |
| Event Hub | kontinuierlicher Datenstrom an ein SIEM oder Werkzeug außerhalb von Azure |
Mehrere Ziele lassen sich in derselben Einstellung aktivieren — die typische Antwort auf „KQL und billige Aufbewahrung“ ist Arbeitsbereich plus Speicherkonto, nicht zwei getrennte Einstellungen.
Stand September 2026: Der Log Analytics-Agent (Microsoft Monitoring Agent, MMA) wurde 2024 eingestellt. Der Azure Monitor Agent mit Datensammlungsregel ist der einzige aktuelle Erfassungsweg; Antwortoptionen mit dem alten Agenten oder der Diagnoseerweiterung sind in neuen Szenarien falsch.
Der Arbeitsbereich ist die Datenbank hinter den Protokollen: eine eigene Ressource in einer Region, mit Aufbewahrungsdauer, Tageskontingent und Zugriffssteuerung. Daten kommen aus Datensammlungsregeln, Diagnoseeinstellungen und Lösungen wie VM Insights hinein; jede Zeile trägt TimeGenerated. KQL liest sich von links nach rechts, Tabelle zuerst, dann Operatoren durch Pipe getrennt. Vier Operatoren reichen für die Prüfung:
Jede Warnungsregel besteht aus drei Teilen: Bereich (welche Ressource), Bedingung (Signal, Schwellenwert, Zeitraum) und Aktionen (welche Aktionsgruppe). Dazu kommt ein Schweregrad von Sev 0 (kritisch) bis Sev 4 (ausführlich). Die Regelart ergibt sich aus dem Signal:
| Art | Signalquelle | Typischer Fall |
|---|---|---|
| Metrikwarnung | Plattform- oder Gastmetrik | CPU über 80 % über fünf Minuten; Auswertung nahezu in Echtzeit, ohne Agent |
| Protokollsuchwarnung | KQL-Abfrage im Arbeitsbereich | eine Textmeldung tritt mehr als fünfmal in 15 Minuten auf |
| Aktivitätsprotokollwarnung | Steuerungsebenen-Ereignis | jemand löscht eine Ressource, eine Richtlinie greift |
| Service Health-Warnung | Ankündigungen von Microsoft | Störung oder geplante Wartung in genutzten Regionen (Unterart der Aktivitätsprotokollwarnung) |
Dynamische Schwellenwerte ersparen das Raten fester Grenzen: Azure lernt den normalen Verlauf einer Metrik über Tages- und Wochenrhythmus und schlägt bei Abweichung an — die richtige Antwort bei „unterschiedliche Grundlast je VM“ oder „kein bekannter Schwellenwert“. Eine Regel kann mehrere Ressourcen desselben Typs in einer Region gemeinsam überwachen, statt sie je VM anzulegen.
Eine Aktionsgruppe bündelt Empfänger und Reaktionen: E-Mail, SMS, Push, Sprachanruf, Webhook, Logic App, Azure Function, Automation-Runbook, ITSM-Connector. Sie wird einmal erstellt und von beliebig vielen Regeln referenziert — die Standardantwort auf „geringster Verwaltungsaufwand“ bei vielen Regeln mit denselben Empfängern. Eine Gruppe aus Microsoft Entra ID lässt sich in einer Regel nicht als Ziel angeben; Empfänger stehen ausschließlich in Aktionsgruppen.
Für Wartungsfenster gibt es die Warnungsverarbeitungsregel (Alert Processing Rule): Sie unterdrückt Benachrichtigungen für einen Bereich nach Zeitplan, während die Warnungsregeln unverändert weiterlaufen und weiter Warnungen erzeugen. Regeln zu deaktivieren löst dasselbe Problem, verändert aber die Regeln und muss danach manuell zurückgenommen werden.
Azure Backup sichert in einen Recovery Services-Tresor (Azure-VMs, Azure Files, SQL und SAP HANA in VMs, lokale Server über Agenten) oder einen Sicherungstresor (Backup Vault) für neuere Workloads wie Azure Disks, Blobs, PostgreSQL und Kubernetes. Der Tresor liegt in einer Region und schützt Elemente derselben Region.
Beim Wiederherstellen einer Azure-VM ist die Frage, wie viel zurück soll:
| Option | Ergebnis |
|---|---|
| Dateiwiederherstellung | Skript bindet den Wiederherstellungspunkt als Laufwerk ein, einzelne Dateien kopieren; schnellste Antwort, wenn die laufende VM bleiben soll |
| Neue VM erstellen | vollständige VM aus dem Wiederherstellungspunkt, Original bleibt unberührt |
| Datenträger wiederherstellen | Datenträger im Speicherkonto ablegen und an eine VM anfügen |
| Vorhandene ersetzen | Datenträger der laufenden VM werden überschrieben |
Backup schützt Daten, Azure Site Recovery schützt den Betrieb: Es repliziert ganze VMs laufend in eine zweite Region (oder aus dem eigenen Rechenzentrum nach Azure) und schaltet bei Bedarf dorthin um. In der Zielregion entstehen erst beim Failover echte VMs, bis dahin fallen nur Speicher- und Lizenzkosten an. RPO (wie viel Datenverlust) ergibt sich aus der Replikation, RTO (wie lange bis zum Betrieb) aus dem Failover.
| Paar | Unterschied in einem Satz |
|---|---|
| Verfügbarkeitsgruppe · Verfügbarkeitszone | Gruppe verteilt innerhalb eines Rechenzentrums über Fehler- und Updatedomänen, Zone über getrennte Rechenzentren einer Region. |
| Beendet · Beendet (Zuordnung aufgehoben) | Nur der zweite Zustand beendet die Rechenkosten; Datenträger und statische Adressen kosten in beiden weiter. |
| Hochskalieren · Aufskalieren | Größere VM (vertikal, Neustart nötig) · mehr Instanzen (horizontal, Skalierungsgruppe). |
| Azure Policy · RBAC | Policy entscheidet, was erstellt werden darf, RBAC, wer etwas tun darf. Eine Verweigerung durch Policy trifft auch den Besitzer. |
| Ressourcensperre · Policy | Sperre schützt eine konkrete Ressource (CanNotDelete, ReadOnly), Policy setzt Regeln für viele. Die Sperre gewinnt gegen jede Rolle. |
| Entra-Rolle · Azure-Rolle | Entra-Rolle verwaltet Verzeichnisobjekte (Benutzer, Gruppen, Anwendungen), Azure-Rolle verwaltet Ressourcen im Abonnement. |
| Besitzer · Benutzerzugriffsadministrator | Besitzer darf alles inklusive Rechtevergabe, Benutzerzugriffsadministrator nur Rechte vergeben, aber nichts betreiben. |
| Zugewiesene · dynamische Gruppe | Hand angelegt · Regel über Benutzereigenschaften, braucht Entra ID P1. |
| Systemseitig · benutzerseitig verwaltete Identität | Lebt und stirbt mit der Ressource · eigenständiges Objekt, an mehrere Ressourcen zuweisbar. |
| Speicherkontoschlüssel · SAS | Vollzugriff, nur zwei Stück, Rotation ist die einzige Bremse · begrenzter Zugriff mit Ablauf, Rechten und Widerruf über gespeicherte Zugriffsrichtlinie. |
| Dienstendpunkt · privater Endpunkt | Der Weg bleibt bei der öffentlichen Adresse, kommt aber aus dem VNet · der Dienst bekommt eine private Adresse im VNet. |
| LRS · ZRS · GRS · GZRS | Ein Haus · mehrere Häuser · zweite Stadt · beides zusammen. Das vorangestellte RA erlaubt Lesen in der zweiten Stadt. |
| Momentaufnahme · Image | Zustand eines einzelnen Datenträgers sichern · Vorlage, aus der neue VMs entstehen. |
| Azure Backup · Azure Site Recovery | Daten zurückholen, wenn etwas kaputt oder gelöscht ist · ganze Maschinen woanders weiterlaufen lassen, wenn die Region ausfällt. |
| NSG · Azure Firewall | Regelliste an Subnetz oder Netzwerkkarte, kostenlos · zentraler verwalteter Dienst mit FQDN-Regeln, DNAT und Bedrohungsschutz. |
| Load Balancer · Application Gateway | Schicht 4, beliebiges TCP/UDP · Schicht 7, versteht HTTP, kennt Pfade, Hostnamen und WAF. |
| Application Gateway · Front Door · Traffic Manager | Innerhalb einer Region · weltweit über das Microsoft-Netz · reine DNS-Antwort, verteilt über Regionen. |
| Peering · VPN Gateway | Zwei VNets direkt über das Azure-Rückgrat · verschlüsselter Tunnel, nötig für lokale Standorte. |
| NAT Gateway · Load Balancer | Ausgehend ins Internet, ohne öffentliche Adresse an der VM · eingehend zu mehreren Zielen. |
| Metriken · Protokolle | Zahlen im Sekundentakt, fest strukturiert, günstig und schnell · Ereignisse mit Text, per KQL abfragbar, im Arbeitsbereich. |
| Service Health · Resource Health · Advisor | Störung bei Azure · Zustand meiner einzelnen Ressource · Empfehlungen, bevor etwas passiert. |
| Wenn dort steht … | … dann meist |
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| „geringster Verwaltungsaufwand“ | eingebaute Funktion statt Skript, verwaltete Identität statt Schlüssel, Richtlinie statt Handarbeit |
| „ohne Ausfallzeit“ | Bereitstellungsslot, zweite Instanz, Skalierungsgruppe — nicht Größenänderung, nicht neu erstellen |
| „am kostengünstigsten“ | kleinere Ebene, Reservierung, Zuordnung aufheben, Standard statt Premium |
| „darf den Speicherkontoschlüssel nicht kennen“ | SAS, Benutzerdelegierungs-SAS oder Entra-Datenrolle |
| „nur aus dem virtuellen Netzwerk erreichbar“ | privater Endpunkt, öffentlichen Zugriff abschalten |
| „soll nach dem Ausfall der Region weiterlaufen“ | Site Recovery oder eine zweite Region — nicht Backup, nicht Verfügbarkeitszone |
| „für vorhandene Ressourcen“ | Korrekturaufgabe (Remediation), nicht nur die Zuweisung |
| „zentral auswerten und abfragen“ | Log Analytics-Arbeitsbereich mit KQL |